
Venezianische Frittelle sind weiche, goldene Bällchen aus Hefeteig, die frittiert werden, bis sie leicht und duftend sind. Das Innere ist weich und aromatisch, oft mit Rosinen und Pinienkernen angereichert, während außen eine Prise Zucker eine süße, feine Kruste bildet. In einigen Varianten werden sie mit Konditorcreme oder Zabaione gefüllt, was sie noch verführerischer macht. Besonders genießt man sie als süßes Gebäck zum Mitnehmen während des Carnevale, zwischen belebten Gassen und bunten Masken.
Sie gelten als das symbolische Gebäck des Carnevale di Venezia und verkörpern den festlichen und volkstümlichen Geist der Stadt. Während der Karnevalszeit präsentieren Konditoreien und Bäckereien sie auf großen Tabletts – ein unverzichtbares Ritual für Venezianer und Besucher.
Die Frittelle, im Venezianischen „fritoe“ genannt, gehen mindestens auf die Renaissance zurück und wurden im 17. Jahrhundert zum offiziellen Dessert der Serenissima erklärt. Zubereitet wurden sie von den „fritoleri“, spezialisierten Handwerkern, die diese süßen Bällchen in den Gassen und auf den Plätzen Venedigs frittierten und verkauften. Im Laufe der Zeit wurde das Rezept mit Füllungen aus Creme, Zabaione oder Chantilly bereichert.
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