
Die Turiner Pizza im Pfännchen präsentiert sich hoch, goldbraun und kompakt, gebacken in einer kleinen Metallpfanne, die ihr einen knusprigen und leicht karamellisierten Boden verleiht. Innen bleibt sie weich und luftig und nimmt Tomate und geschmolzenen Mozzarella mit einer fast focacciaartigen Zartheit auf. Der Kontrast zwischen der knusprigen Basis und der weichen Krume ist ihr unverwechselbares Merkmal. Sie ist die perfekte Pizza für ein ungezwungenes Abendessen in der Pizzeria und wird glühend heiß direkt im eigenen Pfännchen serviert.
In Turin ist die Pizza im Pfännchen eine echte städtische Institution, besonders verbreitet in den historischen Pizzerien des Zentrums und der beliebten Stadtviertel. Sie steht für die lokale Anpassung der süditalienischen Pizzatradition, neu interpretiert mit piemontesischem Geschmack und urbanem Geist. Für viele Turiner ist sie „ihre“ Pizza – anders als die neapolitanische, aber ebenso identitätsstiftend.
Die Pizza im Pfännchen entstand in Turin zwischen den 1930er- und 1950er-Jahren, als Pizzabäcker aus Süditalien begannen, mit dem Backen in kleinen, mit Öl eingefetteten Metallpfännchen zu experimentieren. Diese Technik ermöglichte einen höheren und knusprigeren Boden als bei der klassischen Pizza, die direkt auf dem Ofenboden gebacken wird. Mit der Zeit wurde sie zu einer lokalen Spezialität, die in den historischen Pizzerien der Stadt fest etabliert ist.
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