
Die Coratella vom Lamm ist ein rustikales, aromatisches Gericht aus kleinen Stücken von Leber, Herz, Lunge und anderen Innereien, die schnell in der Pfanne mit Zwiebeln und Weißwein angebraten werden. Die Farbe ist dunkel und glänzend, der Duft intensiv und einhüllend, mit leicht eisenhaltigen Noten, die von der Süße der Zwiebel ausgeglichen werden. Die Konsistenz ist zart, aber kräftig, mit saftigen und geschmackvollen Bissen. In L’Aquila wird sie vor allem als warmer Hauptgang in Trattorien oder in der heimischen Küche serviert.
Die Coratella steht für die ehrliche bäuerliche Küche von L’Aquila, in der kein Teil des Tieres verschwendet wurde. Sie ist ein Symbol für häusliche Geselligkeit und ländliche Erinnerung und wird in vielen Familien besonders während der Frühlingsfeste zubereitet. Das Gericht erzählt vom tiefen Zusammenhang zwischen der Stadt, der Weidewirtschaft und der Schafzucht im abruzzesischen Apennin.
Die Ursprünge der Coratella gehen auf die Hirtenkultur des zentralen Apennins zurück, als Hirten die Innereien eines frisch geschlachteten Lammes rasch zubereiteten. Mit der Zeit wurde die Zubereitung in den heimischen Küchen und in den Osterien von L’Aquila verfeinert, mit der Zugabe von Zwiebeln, Weißwein und manchmal aromatischen Kräutern. Heute bleibt sie ein identitätsstiftendes Rezept, das den authentischen Charakter der abruzzesischen Resteküche bewahrt.
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