
Außen goldbraun und knusprig, offenbart der Supplì al telefono beim ersten Biss ein weiches Herz aus Tomatenreis und geschmolzener Mozzarella. Beim Aufbrechen zieht sich die Mozzarella in glänzenden Fäden – wie das Kabel eines alten Telefons: daher der ikonische Name. Der Kontrast zwischen der knusprigen Panade und dem warmen, cremigen Inneren ist unwiderstehlich. In Rom wird er vor allem als Vorspeise oder Snack gegessen, oft vor einer Pizza.
Der Supplì ist eines der beliebtesten Symbole der römischen Alltagsküche. Er verkörpert die gesellige und informelle Seele der Stadt: günstig, schmackhaft und perfekt, um ihn im Stehen zwischen zwei Gesprächen zu essen. In den Pizzerien al taglio und den Friggitorien der historischen Viertel ist er ein unverzichtbarer Klassiker.
Seine Ursprünge reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück und leiten sich wahrscheinlich vom französischen Wort „surprise“ ab, das eine versteckte Füllung bezeichnete. Ursprünglich wurde der Reis mit Innereien und Fleischsauce angereichert; im Laufe der Zeit wurde jedoch die Version mit fädenziehender Mozzarella zur beliebtesten. Der Ausdruck „al telefono“ verbreitete sich im 20. Jahrhundert, als der Mozzarellafaden an das Kabel alter Telefone erinnerte.
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