
Pasta alla Gricia präsentiert sich schlicht und glänzend: Pasta, umhüllt von einer seidigen Creme aus Pecorino Romano, gesprenkelt mit schwarzem Pfeffer und bereichert durch goldbraune, knusprige Guanciale-Würfel. Das Aroma ist intensiv und salzig, mit Noten von gereiftem Fleisch und kräftigem Käse. Am Gaumen wechselt sich die Weichheit der Pasta mit der Knusprigkeit des Guanciale ab, während der Pecorino eine umhüllende und würzige Sauce bildet. Es ist der klassische römische erster Gang aus der Trattoria, perfekt für ein geselliges Mittagessen oder ein einfaches, aber unvergessliches Abendessen.
Gricia ist eine der Säulen der römischen Küche und verkörpert die Essenz der pastoralen Tradition des Latiums. Mit wenigen, kräftigen und lokalen Zutaten erzählt sie von der Kultur der „cucina povera“, die zur kulinarischen Exzellenz geworden ist. Für viele Römer ist sie der Ausgangspunkt der Familie jener Pastagerichte, die zum Symbol der Stadt geworden sind.
Ihre Ursprünge reichen vermutlich zu den Hirten des Apennins zwischen Latium und den Abruzzen zurück, die nahrhafte Gerichte mit leicht haltbaren Zutaten wie Guanciale und Pecorino zubereiteten. Der Name könnte vom Dorf Grisciano im Latium stammen oder von den „grici“, Lebensmittelhändlern aus dem Alpenraum, die im 16. Jahrhundert in Rom tätig waren. Später, mit der Ankunft der Tomate, soll aus diesem Rezept die berühmtere Amatriciana entstanden sein.
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