
Artischocken nach römischer Art sind zart und glänzend, ihre Blätter öffnen sich wie eine dunkle Blüte, durchzogen von duftendem Olivenöl. Sie werden langsam mit Knoblauch und römischer Mentuccia geschmort, die ein frisches, kräuteriges Aroma entfalten. Das Herz bleibt weich und samtig, während das Äußere die Aromen des Schmorens aufnimmt. Am häufigsten genießt man sie als Frühlingsbeilage, oft neben Fleischgerichten in den Trattorien der Hauptstadt.
Dieses Gericht ist eines der bekanntesten Symbole der römischen Saisonküche. Es erzählt von der tiefen Verbindung zwischen der Stadt und dem Agro Romano, wo die romanesco-Artischocke seit Jahrhunderten angebaut wird. In Osterien und in den Häusern steht es für die kluge Schlichtheit der bäuerlichen Tradition, die zur städtischen Identität geworden ist.
Artischocken nach römischer Art entstanden in der Landschaft des Latium, wo die romanesco-Artischocke bereits in der Renaissance ideale Anbaubedingungen fand. Die häusliche Zubereitung sah ein langsames Garen in Olivenöl, Wasser, Knoblauch und Mentuccia vor, einer für Latium typischen aromatischen Kräuterpflanze. Mit der Zeit wurde das Rezept zu einer festen Größe auf den Speisekarten römischer Trattorien – als Frühlingsbeilage schlechthin.
Verifizierte Restaurants, Karten und kultureller Kontext für jedes typische Gericht.
App herunterladeniOS und Android. Kostenlos.