
Pittule sind weiche, goldene Frittierbällchen aus aufgegangenem Teig, unregelmäßig geformt und duftend, außen leicht knusprig und innen unglaublich weich. Sie werden glühend heiß serviert, oft noch glänzend vom Öl, und verströmen den schlichten Duft von Mehl und frisch Frittiertem. Man genießt sie pur oder mit Kabeljau, Tomaten, Oliven oder Gemüse verfeinert. In Lecce kommen sie vor allem als Vorspeise oder geselliges Street Food auf den Tisch – perfekt zum Teilen.
Im Salento und besonders in Lecce sind Pittule ein Symbol der häuslichen Küche und der Volksfeste. Sie verkörpern die gesellige Seele der Stadt: ein einfaches Gericht, das Familien und Freunde rund um den Tisch zusammenbringt, vor allem in der Weihnachtszeit. Sie gehören zu den unverwechselbarsten Geschmäckern der gastronomischen Identität von Lecce.
Pittule haben ihre Wurzeln in der bäuerlichen Tradition des Salento, wo übrig gebliebener Brotteig frittiert wurde, um ein nahrhaftes und günstiges Gericht zu schaffen. Mit der Zeit wurde das Rezept durch lokale Varianten bereichert, etwa mit der Zugabe von Kabeljau oder saisonalem Gemüse. Heute findet man sie in Trattorien, Frittierständen und auf Dorffesten, wobei sie ihrer volkstümlichen Herkunft treu geblieben sind.
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