
Der Pasticciotto aus Lecce ist eine kleine goldene Schatztruhe aus Mürbeteig, leicht oval geformt, die ein weiches Herz aus Konditorcreme umschließt. Außen ist er mürbe und duftet nach Butter und Vanille, während das Innere warm, samtig und umhüllend bleibt. Wenn man ihn aufbricht, tritt die Creme weich und glänzend hervor und bildet einen Kontrast zur Knusprigkeit der Hülle. In Lecce genießt man ihn vor allem frisch aus dem Ofen, zum Frühstück oder während einer süßen Pause im Laufe des Tages.
Der Pasticciotto ist eines der bekanntesten gastronomischen Symbole von Lecce und des Salento. Morgens eine Konditorei zu betreten und einen noch warmen zu essen, ist für die Einwohner von Lecce ein tägliches Ritual und für Besucher ein unverzichtbares Erlebnis. Diese Süßspeise steht für einfache Geselligkeit und den handwerklichen Stolz der lokalen Tradition.
Der Überlieferung nach entstand der Pasticciotto im Jahr 1745 in der Konditorei Ascalone in Galatina, im Herzen des Salento. Der populären Erzählung zufolge wurde er geschaffen, um Reste von Mürbeteig und Creme zu verwenden – und daraus entstand eine Süßspeise, die sofort großen Erfolg hatte. Seitdem hat sich das Rezept in der ganzen Provinz Lecce verbreitet und ist zu einer Ikone der apulischen Konditoreikunst geworden.
Verifizierte Restaurants, Karten und kultureller Kontext für jedes typische Gericht.
App herunterladeniOS und Android. Kostenlos.