
Ciceri e tria ist ein rustikales und wohltuendes Gericht aus der Küche von Lecce: cremige Kichererbsen, duftend nach nativem Olivenöl extra, treffen auf tria, eine handgemachte Pasta aus Hartweizengrieß. Ein Teil der Pasta wird weich gekocht, ein anderer Teil frittiert, bis er goldbraun und knusprig ist – so entsteht ein unwiderstehlicher Kontrast. Das Ergebnis ist ein warmes, aromatisches und intensiv schmeckendes erstes Gericht, das in den Trattorien des Salento oft als Hauptgericht serviert wird.
In Lecce steht es für die bäuerliche Küche und die häusliche Erinnerung des Salento. Es ist eines der symbolträchtigen Gerichte der Stadt, weil es einfache Zutaten mit einer alten, von Generation zu Generation überlieferten Technik verbindet. Noch heute findet man es bei Volksfesten und auf den Speisekarten historischer Osterien.
Die Ursprünge reichen mindestens bis ins Mittelalter zurück und spiegeln wahrscheinlich mediterrane und arabische Einflüsse in der Pasta namens „tria“ wider. Dokumente und lokale Traditionen erzählen von einer einfachen, aber einfallsreichen Zubereitung, bei der ein Teil der Pasta frittiert wurde, um Textur und Geschmack zu verstärken. Im Laufe der Zeit ist das Rezept der ursprünglichen Version erstaunlich treu geblieben.
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