
Strauben sind spektakuläre spiralige Krapfen, goldbraun und luftig, die direkt im heißen Öl zu einer knusprigen Rosette geformt werden. Nach dem Abtropfen werden sie großzügig mit Puderzucker bestäubt und mit einer lebhaften Preiselbeermarmelade serviert. Beim Hineinbeißen sind sie außen knusprig und innen weich, mit einer schönen Balance zwischen Süße und der leicht säuerlichen Note der Konfitüre. Besonders genießt man sie als geselliges Dessert in alpinen Gasthäusern oder während festlicher Anlässe.
In Bozen verkörpern Strauben die festliche Seele der tirolerischen Tradition, die Südtirol und das historische Tirol verbindet. Es ist eine Süßspeise, die an Dorffeste, Märkte und gesellige Momente in den Stuben der Berge erinnert. Ihre eindrucksvolle Form und der Duft des Frittierens rufen sofort die Atmosphäre alpiner Feste hervor.
Der Strauben hat seine Wurzeln in der bäuerlichen Küche Tirols, wo es bereits im Mittelalter Zubereitungen aus frittiertem Teig gab, die in dekorative Formen gegossen wurden. Der Name stammt wahrscheinlich vom deutschen Wort „Straube“, das etwas Gekräuseltes oder Gedrehtes bezeichnet. Im Laufe der Zeit wurde er zu einer der symbolträchtigen Süßspeisen von Volksfesten und alpinen Märkten und verbreitete sich in ganz Südtirol.
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