
Die Cicerchiata aus den Marken präsentiert sich als kleiner goldener Kranz aus winzigen Kugeln aus frittiertem Teig, glänzend mit Honig überzogen und mit bunten Zuckerstreuseln dekoriert. Beim Hineinbeißen ist sie außen knusprig und innen leicht weich, mit dem warmen Duft von Honig und Zitrusfrüchten. Der Geschmack ist süß, umhüllend und festlich, mit aromatischen Noten des Frittierens. Es ist ein geselliges Dessert, das typischerweise am Ende einer Mahlzeit während der Karnevalsfeiern serviert wird.
In Ancona und in den Marken ist die Cicerchiata eines der gastronomischen Symbole des Karnevals und steht in den Auslagen der Konditoreien ebenso wie auf den Familientischen. Ihre Kranzform und die durch Honig verbundenen Kugeln erinnern an die Idee von Gemeinschaft und Zusammenhalt. Sie zuzubereiten und zu teilen ist eine festliche Geste, die die gesellige Kultur der Marken erzählt.
Die Cicerchiata hat alte Ursprünge und wird häufig mit der volkstümlichen Tradition Mittelitaliens verbunden, möglicherweise mit Einflüssen aus der römischen und abruzzesischen Konditorei. Der Name leitet sich von der Ähnlichkeit der kleinen Kugeln mit der Cicerchia ab, einer Hülsenfrucht, die in der bäuerlichen Küche verbreitet ist. Im Laufe der Zeit hat sich das Rezept als typisches Karnevalsgebäck etabliert, besonders in den Marken verbreitet und zu einem Klassiker der Konditoreien von Ancona geworden.
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