
Eine Tüte oder ein Teller voller kleiner Schätze der Lagune: Garnelen, Calamari, saisonale Moeche und winzige Fische, umhüllt von einem hauchdünnen Teig und in heißem Öl goldbraun ausgebacken. Das venezianische Fritto misto verströmt den Duft des Meeres und der salzigen Brise, mit einer zarten Knusprigkeit, die der natürlichen Süße des Fisches Raum lässt. Man isst es heiß, oft mit einem Spritzer Zitrone. Es ist der unmittelbare, festliche Geschmack einer Pause in der Osteria oder eines Spaziergangs durch die Gassen und entlang der Kanalufer.
Das Fritto misto aus der Lagune erzählt von der jahrtausendealten Beziehung zwischen Venedig und seinen Gewässern. Es entstand aus dem täglichen Fang kleiner Fische aus der Adria und der Lagune, die mit einer einfachen und schnellen Küche zur Geltung gebracht wurden. Es ist eines der Gerichte, das die Tradition der venezianischen Osterien und die ungezwungene Geselligkeit der Stadt am besten verkörpert.
Seine Ursprünge liegen in der einfachen Küche der venezianischen Fischer, die den kleinen Fang frittierten, der nicht für den Markt bestimmt war. Die Frittiertechnik erlaubte es, verschiedene Fische schnell zuzubereiten und dabei schmackhaft und knusprig zu halten. Mit der Zeit fand das Gericht dauerhaft seinen Platz auf den Speisekarten der Trattorien und wurde um Calamari, Garnelen und andere Spezialitäten der Adria bereichert.
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