
Die warme Zabaione nach Turiner Art ist eine weiche, samtige Creme von intensiv goldener Farbe, lange aufgeschlagen, bis sie leicht wie eine Wolke wird. Der Duft von warmem Marsala verbindet sich mit den reichen Noten von Eigelb und Zucker und schafft ein einhüllendes, fast karamelliges Aroma. Heiß in einer Tasse oder Schale serviert, hat sie eine schaumige, cremige Konsistenz, die auf der Zunge schmilzt. Sie ist ein Dessert für den Abschluss eines Essens oder für eine elegante Zwischenmahlzeit und wird oft mit trockenen Keksen oder Löffelbiskuits serviert.
In Turin ist Zabaione viel mehr als nur ein Dessert: Sie ist ein Symbol der piemontesischen Tradition und der Hausküche, neu interpretiert in den historischen Cafés der Stadt. Frisch zubereitet und heiß serviert, steht sie für die Kunst der einfachen, aber raffinierten Patisserie, die typisch für die gastronomische Kultur Turins ist.
Die Ursprünge der Zabaione reichen mindestens bis ins 16. Jahrhundert zurück und sind mit dem Piemont und dem savoyischen Hof verbunden. Das Rezept verbreitete sich schnell in den historischen Turiner Cafés, wo es frisch zubereitet wurde, indem Eigelb, Zucker und Likörwein im Wasserbad aufgeschlagen wurden. Mit der Zeit wurde sie zu einer der repräsentativsten Süßspeisen der piemontesischen Tradition.
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