
Kutteln nach Turiner Art sind ein warmes, herzhaftes Gericht, bei dem zarte Streifen von Kutteln langsam in einer roten Tomatensauce mit Sellerie, Karotte und Zwiebel garen. Das Ergebnis ist eine dichte, rustikale Zubereitung mit zarter Konsistenz und tiefem, leicht süßlichem und aromatischem Geschmack. Häufig mit einer Prise Parmigiano Reggiano vollendet, verströmt das Gericht intensive und vertraute Aromen. Es ist ein klassisches, gehaltvolles Gericht, das man besonders in der kalten Jahreszeit in den Trattorien der Stadtviertel genießt.
In Turin steht Kutteln für die bodenständige, volkstümliche Küche der industriellen und kaufmännischen Stadt. Das Gericht erzählt von der piemontesischen Kunst, jeden Teil des Tieres mit langsamen, aromatischen Garverfahren zu verwerten. In den historischen Osterien gilt es bis heute als Symbol für einfache und authentische Geselligkeit.
Kutteln sind seit Jahrhunderten Teil der piemontesischen Küche und wurden vor allem von den einfachen Bevölkerungsschichten zubereitet, die günstigere Stücke vom Rind nutzten. In Turin festigte sich das Rezept mit einer langen Garzeit in Tomaten und einer Gemüse-Soffritto-Basis, oft verfeinert mit Weißwein und Kräutern. Mit der Zeit wurde es zu einem traditionellen Gericht der städtischen Trattorien und der heimischen Küchen.
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