
Kleine rustikale Röllchen aus Schweineleber, in Netzfett gewickelt und mit Samen oder Zweigen von wildem Fenchel aromatisiert. Beim Garen werden sie goldbraun und saftig, mit einem intensiven Aroma, das eisenhaltige, kräuterige und leicht aromatische Noten vereint. Die Konsistenz ist innen weich und außen leicht knusprig. Man genießt sie heiß, oft als bäuerliches Hauptgericht oder als kräftige Vorspeise in den Trattorien von Siena.
Die fegatelli stehen für die bäuerliche Kultur der Provinz Siena, wo die Schweineschlachtung ein zentraler Moment des ländlichen Lebens war. Das Gericht verkörpert die Philosophie des „Nichts wird weggeworfen“ und wertet Innereien mit wilden Kräutern aus der Region auf. Noch heute erinnern sie an die häusliche Küche der toskanischen Landschaft.
Das Rezept entstand auf dem Land rund um Siena und allgemein in der zentralen Toskana, verbunden mit der Tradition der winterlichen Schweineverarbeitung. Die fegatelli wurden direkt nach der Schlachtung zubereitet, wobei frische Leber verwendet wurde, die in Netzfett gewickelt wurde, damit sie beim Garen zart bleibt. Im Laufe der Zeit ist das Rezept nahezu unverändert geblieben und wurde in Familien sowie in lokalen Trattorien weitergegeben.
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