
Die Koteletts vom Abbacchio alla scottadito kommen noch zischend auf den Tisch, goldbraun gegrillt und duftend nach Rosmarin. Das Fleisch ist zart und saftig, mit einer leichten rauchigen Kruste, die einen schönen Kontrast zum weichen Inneren bildet. Man isst sie mit den Händen, direkt vom Grill, so heiß, dass sie einem beinahe die Finger verbrennen. Es ist ein geselliges Hauptgericht, das in römischen Trattorien oft zwischen Gelächter und Gläsern Rotwein geteilt wird.
Abbacchio ist eines der tiefsten Symbole der römischen und lazischen Küche und mit der Hirtenkultur sowie den Landschaften rund um die Stadt verbunden. Die Koteletts alla scottadito stehen für die unverfälschte Einfachheit der römischen Tafel: wenige Zutaten, lebendige Glut und Geselligkeit. Noch heute rufen sie die Atmosphäre der Fraschette und der historischen Trattorien der Hauptstadt hervor.
Das Gericht hat seinen Ursprung in der Hirtenkultur des Latium, wo Abbacchio – junges Lamm – zu den verbreitetsten Fleischsorten gehörte. Die Koteletts wurden schnell über der Glut gegrillt und sofort gegessen, ohne Besteck, solange sie noch glühend heiß waren. Mit der Zeit wurde diese rustikale Zubereitung zu einem Klassiker der römischen Trattorien, besonders bei festlichen und frühlingshaften Mittagessen.
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