
Der Tegamaccio del Trasimeno ist eine rustikale Suppe aus Seefisch, dampfend in einem flachen Schmortopf serviert, mit einer leuchtend roten Tomatensauce, die nach Knoblauch und Minze duftet. Auf dem Teller treffen verschiedene Fischsorten aufeinander – Karpfen, Schleie, Aal oder Flussbarsch – die der Brühe eine intensive, leicht eisenhaltige Tiefe verleihen. Das Ergebnis ist kräftig, würzig und aromatisch, mit einer weichen, einhüllenden Konsistenz. Meist wird er als Hauptgericht genossen, begleitet von geröstetem Brot, das jeden Tropfen der Sauce aufnimmt.
Der Tegamaccio ist das Sinnbild der Fischerküche des Lago Trasimeno, des Sees, der die gastronomische Identität der Provinz Perugia prägt. Er erzählt von einer Seekultur, die aus täglichem Fischfang, gemeinsam weitergegebenen Rezepten und einfachen Zutaten besteht, die in tiefe Aromen verwandelt werden. Für die lokale Gemeinschaft ist er ein Gericht der Erinnerung und der Zugehörigkeit.
Das Rezept entstand unter den Fischern des Trasimeno, die den weniger wertvollen Fang direkt in Terrakotta-Töpfen auf den Booten oder in den Häusern am See zubereiteten. Der Name leitet sich vom „tegamaccio“ ab, dem flachen, breiten Gefäß, das für das lange Schmoren verwendet wurde. Mit der Zeit wurde die Zubereitung durch Tomaten, Wein und aromatische Kräuter bereichert und entwickelte sich zu einem der kulinarischen Symbole der Gegend um Perugia.
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