
Sartù di Riso ist ein prächtiger, goldbraun gebackener Reistimbale, der wie eine kompakte Kuppel gestürzt wird und ein reiches, duftendes Inneres verbirgt. Im Inneren umhüllt der Reis neapolitanisches Ragù, kleine Fleischbällchen, Erbsen, Eier und schmelzenden Käse und bildet ein Mosaik intensiver, umhüllender Aromen. Die äußere Kruste, oft dank Semmelbröseln leicht knusprig, bildet einen schönen Kontrast zum weichen und saftigen Inneren. Es ist ein eindrucksvolles Gericht, perfekt für das Sonntagsmittagessen oder große festliche Tafeln.
Der Sartù steht für die Begegnung zwischen aristokratischer Raffinesse und der volkstümlichen Seele der neapolitanischen Küche. Entstanden, um Reis in den Augen des bourbonischen Adels aufzuwerten, gilt er heute als Symbol der parthenopäischen Kunst, einfache Zutaten in spektakuläre und gesellige Gerichte zu verwandeln.
Das Gericht entstand im 18. Jahrhundert in den Küchen des bourbonischen Hofes von Neapel, als französische Köche – die monsù – versuchten, Reis für die lokale Aristokratie attraktiver zu machen. Sie bereicherten ihn mit Ragù, kleinen Fleischbällchen und Käse und schlossen alles in einem aufwendig im Ofen gebackenen Timbale ein. Mit der Zeit hielt das Rezept auch Einzug in die neapolitanischen Haushalte und wurde zu einem Klassiker der Familienfeste.
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