
Mondeghili sind kleine goldbraune, duftende Fleischbällchen, die in Butter gebraten werden, bis sich eine knusprige Kruste bildet, die ein weiches und aromatisches Inneres umschließt. Sie werden aus übrig gebliebenem Siedefleisch, eingeweichtem Brot und Kräutern wie Petersilie und Muskatnuss zubereitet und verströmen einen warmen, heimeligen Duft. Der Geschmack ist reichhaltig, aber ausgewogen, mit einer angenehmen milchigen Note vom Käse. In Mailand erscheinen sie oft als zweiter Gang oder als köstlicher kleiner Happen in traditionellen Trattorien.
Mondeghili erzählen von der pragmatischen und einfallsreichen Seele der Mailänder Küche, die aus der Kunst entstanden ist, nichts zu verschwenden. Die Reste des bollito in schmackhafte Fleischbällchen zu verwandeln, ist eine häusliche Geste, die Generationen überdauert hat. Heute gelten sie als eines der authentischsten Symbole der meneghinischen Küche und werden häufig in den historischen Osterien der Stadt gefeiert.
Ihre Ursprünge reichen bis zur spanischen Herrschaft im Herzogtum Mailand zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert zurück. Der Name stammt vom spanischen „albóndigas“, das im Mailänder Dialekt zu „albondeghito“ und später zu „mondeghilo“ wurde. Mit der Zeit hat sich das Rezept fest in der lokalen Tradition verankert und wurde zur typischen Art, das Fleisch vom bollito wiederzuverwenden, angereichert mit Brot, Eiern, Käse und Gewürzen.
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