
Das Brötchen mit Lampredotto ist einer der unverwechselbarsten Düfte der Straßen von Florenz: ein weiches Rosettenbrötchen, oft in die heiße Brühe getaucht, gefüllt mit in Scheiben geschnittenem Lampredotto. Das Fleisch, ein Teil des Rindermagens, gart langsam in einer aromatischen Brühe, bis es zart und saftig wird. Der Biss ist reichhaltig und samtig, mit der frischen, leicht scharfen Note der Salsa verde und – für alle, die es mögen – einer Prise Chili. Es ist ein warmes, tröstliches Streetfood, perfekt für eine schnelle Pause in den Gassen der Stadt.
Lampredotto ist eines der authentischsten gastronomischen Symbole von Florenz und mit der Tradition der „trippai“ verbunden, die noch heute dampfende Brötchen aus ihren Kiosken servieren. Es steht für die florentinische Volksküche: einfach, günstig und tief im Alltagsleben der Stadt verwurzelt. Ihn auf der Straße zu essen, an den Tresen eines Kiosks gelehnt, ist fast ein urbanes Ritual.
Seine Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück, als Innereien die Nahrung der einfachen Bevölkerung waren und von den trippai auf den Straßen verkauft wurden. Der Name leitet sich von der Ähnlichkeit der gekochten Kutteln mit dem Maul der Lamprete ab, eines Fisches, der in vergangenen Jahrhunderten im Arno verbreitet war. Mit der Zeit wurde Lampredotto zur Hauptzutat eines der ikonischsten Brötchen der Toskana und ist der traditionellen Rezeptur erstaunlich treu geblieben.
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