
Pastissada de Caval ist ein dunkler, tief aromatischer Schmorbraten, bei dem Pferdefleisch, lange in Rotwein mariniert, in einer dichten und duftenden Sauce zart zerfällt. Gewürze und Soffritto erzeugen ein warmes Aroma mit leicht süßen und würzigen Noten. Die Konsistenz ist sehr zart, fast faserig, und wird traditionell von weicher gelber Polenta begleitet, die die reichhaltige Sauce aufnimmt. Es ist ein gehaltvolles Gericht, perfekt für ein geselliges Mittagessen oder ein winterliches Abendessen.
In Verona ist Pastissada de Caval mehr als nur ein Rezept: Es ist ein Symbol des historischen Gedächtnisses der Stadt. In den Osterien und Familien Veronas überliefert, steht es für die Fähigkeit der lokalen Küche, ein historisches Ereignis in eine gastronomische Tradition zu verwandeln. Noch heute gilt es als eines der identitätsstiftenden Gerichte der veronesischen Kochkultur.
Der Tradition nach geht die Entstehung des Gerichts auf die Schlacht von 489 n. Chr. zwischen den Ostgoten und den Truppen Odoakers in der Nähe von Verona zurück. Nach dem Gefecht soll die Bevölkerung das Fleisch der gefallenen Pferde geborgen, in Wein mariniert und lange mit Gewürzen gekocht haben, um es haltbar zu machen und zart zu garen. Mit der Zeit wurde die Zubereitung verfeinert und entwickelte sich zu einem der berühmtesten Schmorgerichte der veronesischen Küche.
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