
Kleine Zylinder aus Hackfleisch, dunkel und vom Grill glänzend, warm auf einem rustikalen Teller angerichtet. Die Ćevapčići verströmen Düfte von geröstetem Fleisch und leichten Gewürzen, mit einer saftigen Konsistenz im Inneren und einer leicht knusprigen Oberfläche. Man isst sie mit weichem Brot, Löffeln von intensiv rotem Ajvar und rohen Zwiebeln, die Frische und Charakter hinzufügen. In Triest erscheinen sie oft bei informellen Abenden unter Freunden, vor einem angeheizten Grill.
In Triest erzählen Ćevapčići von der Grenzstadt: ein Ort, an dem italienische, slowenische und balkanische Kulturen täglich aufeinandertreffen. In den historischen Buffets und den osmize des Karsts sind sie zu einem vertrauten Gericht geworden, Symbol für die gastronomische Durchlässigkeit der Stadt. Sie stehen für das volkstümliche, gesellige und multikulturelle Triest.
Ćevapčići stammen aus der osmanisch-balkanischen Tradition gegrillter Hackfleischgerichte, die sich auf dem Balkan zwischen Bosnien, Serbien und Kroatien verbreitet haben. Mit den Bewegungen von Menschen und dem Handel entlang der Adria und im Gebiet des ehemaligen österreichisch-ungarischen Reiches gelangte das Gericht im Laufe des 20. Jahrhunderts auch nach Triest. Hier wurde es ganz selbstverständlich in Trattorien und Lokalen des Karsts übernommen, oft begleitet von Brot und balkanischen Saucen.
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