
Das Gulasch auf Trentiner Art ist ein dunkler, aromatischer Rinderschmortopf, umhüllt von einer dichten, rubinroten Sauce aus lange geschmorten Zwiebeln und süßem Paprika. Das Fleisch wird langsam gegart, wird dabei äußerst zart und zerfällt förmlich unter dem Löffel, während es warme Aromen von Gewürzen und Rotwein freisetzt. Oft mit dampfender Polenta serviert, ist es ein kräftiges, wohltuendes Gericht – ideal für winterliche Mittagessen in den Bergosterien.
Dieses Gericht erzählt von der Grenzidentität Trients, wo die italienische Tradition auf die mitteleuropäische trifft. Das Gulasch zeugt von Jahrhunderten des Austauschs mit dem Habsburgerreich und vom kulturellen Einfluss, der in der lokalen Küche deutliche Spuren hinterlassen hat. Noch heute gehört es zu den bekanntesten Geschmäckern der Trentiner Trattorien.
Das Gulasch entstand in den ungarischen Ebenen als Eintopf der Viehhirten, verbreitete sich jedoch während der Zeit des Habsburgerreichs über den gesamten Alpenraum. In Trient wurde es mit lokalen Zutaten neu interpretiert und häufig mit Polenta serviert, einem typischen Element der bäuerlichen Küche des Trentino. Im Laufe der Zeit wurde es zu einem Klassiker der heimischen Küche und der Bergosterien.
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