
Winzige Bohnen in Farbtönen von Creme bis Rosé – die Fagiolina del Trasimeno erscheint auf dem Teller wie ein zartes, rustikales Mosaik. Nach langsamem Kochen behalten sie eine zarte, aber feste Konsistenz und einen überraschend feinen, fast buttrigen Geschmack. Serviert werden sie ganz schlicht mit einem Schuss umbrischem nativem Olivenöl extra und einer Prise Salz, oft als Vorspeise oder Beilage. Es ist ein essentielles Gericht, das die Reinheit der Hülsenfrucht und die Qualität des lokalen Öls hervorhebt.
Für das Gebiet von Perugia und den Lago Trasimeno ist die Fagiolina ein kleiner landwirtschaftlicher Schatz. Sie wird nur in sehr begrenzten Mengen angebaut und oft von Hand geerntet und steht für die Kontinuität einer alten bäuerlichen Tradition sowie für die landwirtschaftliche Biodiversität Umbriens. Sie einfach mit nativem Olivenöl extra zu servieren, ist ein identitätsstiftender Akt: wenige Zutaten, maximaler Respekt für das Produkt.
Die Fagiolina del Trasimeno wird seit Jahrhunderten in den Gebieten rund um den See angebaut, wahrscheinlich nachdem amerikanische Hülsenfrüchte im 16. Jahrhundert nach Europa gelangten. Bauernfamilien haben über die Zeit hinweg Samen und traditionelle Anbaumethoden bewahrt und so eine äußerst seltene Sorte lebendig gehalten. Heute ist sie als Presidio Slow Food geschützt und ein Symbol für die kleinbäuerliche Landwirtschaft der Region.
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