
Die Pasta-Frittatina ist eine kleine goldene Bombe: eine knusprige, frittierte Scheibe aus Paniermehl, die ein cremiges Herz aus kurzer Pasta umschließt, gebunden mit Béchamelsauce. Beim Hineinbeißen entdeckt man Erbsen, Hackfleisch und Käse – ein unwiderstehlicher Kontrast zwischen duftender Kruste und weichem Inneren. Der Duft ist der intensive Geruch der neapolitanischen Friggitorien, warm und einhüllend. Man isst sie oft im Stehen, direkt aus dem Öl, als herzhaften Snack zwischen zwei Spaziergängen.
Die Pasta-Frittatina ist eines der bekanntesten Symbole des neapolitanischen Streetfoods. In historischen Friggitorien und Pizzerien begleitet sie seit Jahrzehnten den Alltag der Stadt und verkörpert die neapolitanische Kunst, einfache Zutaten in etwas Unwiderstehliches zu verwandeln. Sie ist ein volkstümliches Ritual: günstig, sättigend und perfekt zum Teilen.
Die Frittatina entstand zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert in den Friggitorien von Neapel als geniale Lösung, um übrig gebliebene Pasta zu verwerten. Mit der Zeit wurde das Rezept immer reichhaltiger: Die Pasta wird mit Béchamelsauce gebunden, mit Ragù, Erbsen oder Schinken angereichert und anschließend paniert und frittiert. Heute ist sie ein Klassiker des neapolitanischen Streetfoods, mit berühmten Varianten wie der mit Bucatini.
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