
Ein rustikales und duftendes Gericht, das dampfend auf den Tisch kommt: ein großzügiges Bett aus geschmortem Sauerkraut, weich und leicht säuerlich, begleitet von saftigen Würsten und Scheiben Speck mit rauchigem Aroma. Die Aromen sind intensiv, aber ausgewogen – zwischen der fermentierten Frische des Kohls und der Fülle des Fleisches. Die Konsistenz wechselt zwischen der Weichheit des Sauerkrauts, der Saftigkeit der Wurst und der würzigen Salzigkeit des Specks. Ein herzhaftes Gericht, perfekt für ein Mittagessen in einer Osteria oder ein wärmendes Abendessen in der kalten Jahreszeit.
Dieses Gericht erzählt von der mitteleuropäischen Seele Bozens, einer Grenzstadt, in der sich italienische und tirolerische Traditionen begegnen. Fermentiertes Sauerkraut und geräuchertes Fleisch spiegeln eine Bergküche wider, die dafür geschaffen wurde, den Winter zu überstehen, und tief im Alltag der Südtiroler Gasthäuser verwurzelt ist.
Sauerkraut ist eine alte Zubereitung, die im gesamten Alpen- und germanischen Raum verbreitet ist und als Methode entstand, Kohl während der langen Winter haltbar zu machen. In Südtirol wurde es traditionell mit lokalem Fleisch kombiniert, etwa mit Schweinswürsten und geräuchertem Speck, wodurch ein kräftiges Hauptgericht entstand. Mit der Zeit wurde es zu einem der Klassiker der Stuben und Gasthäuser von Bozen.
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