
Risotto mit Amarone zeigt sich im Teller in einem tiefen Rubinrot, glänzend und umhüllend. Das Aroma ist intensiv: Noten von gereiftem Wein, Butter und Parmesan verbinden sich mit dem warmen Duft von angeröstetem Reis. Am Gaumen ist es cremig und samtig, mit einem Gleichgewicht zwischen der leichten Bitterkeit des Amarone und der natürlichen Süße des Reises. Es ist ein reichhaltiger, genussvoller erster Gang, der oft für ein elegantes Abendessen oder zur Feier der Küche Veronas gewählt wird.
Dieses Risotto vereint zwei gastronomische Symbole der Region: den Reis aus der venezianischen Ebene und den Amarone aus der Valpolicella, einen der prestigeträchtigsten Weine Italiens. In den Restaurants von Verona gilt es als identitätsstiftendes Gericht, das mit nur einem Bissen die Verbindung zwischen Stadt, Hügeln und Weintradition erzählt.
Das Gericht entstand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als Amarone della Valpolicella immer berühmter wurde und lokale Köche begannen, ihn auch in der Küche zu verwenden. Die Begegnung mit Vialone Nano-Reis, einer für Venetien typischen Sorte, die ideal für cremige Risotti ist, führte zu einem inzwischen ikonischen Rezept. Mit der Zeit wurde es zu einem Klassiker der Veroneser Speisekarten, der häufig in Osterien und traditionsverbundenen Restaurants angeboten wird.
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