
Die Trippa alla senese kommt dampfend auf den Tisch, eingebettet in eine leuchtend rote Tomatensauce, deren Duft an die Küche einer Trattoria erinnert. Die Kuttelstreifen sind weich und zart, umhüllt von einer kräftigen Sauce, in der Knoblauch, Sellerie und Karotte langsam miteinander verschmelzen. Eine abschließende Prise Pecorino oder Parmesan verleiht Würze und Cremigkeit. Es ist ein kräftiges, wohltuendes Hauptgericht, perfekt für ein herzhaftes Mittagessen der Tradition.
In Siena steht Trippa für die authentischste Volksküche – jene, die in den Häusern und in den von Handwerkern und Contradaioli besuchten Osterien entstanden ist. Das Gericht erzählt von der toskanischen Kunst, das „quinto quarto“ mit einfachen Zutaten und tiefen Aromen zu veredeln. Noch heute findet man es auf den Speisekarten historischer Trattorien als Symbol der städtischen Geselligkeit.
Die Trippa alla senese hat ihre Wurzeln in der mittelalterlichen und Renaissance-Tradition der Toskana, als Innereien günstige Zutaten waren und bei den einfachen Bevölkerungsschichten weit verbreitet. In Siena entwickelte sich eine geschmorte Variante mit Tomaten und aromatischem Gemüse, manchmal mit lokalem Pecorino verfeinert. Im Laufe der Zeit blieb das Rezept nahezu unverändert und wurde zu einem der bekanntesten Hauptgerichte der Sieneser Küche.
Verifizierte Restaurants, Karten und kultureller Kontext für jedes typische Gericht.
App herunterladeniOS und Android. Kostenlos.