
Ein weiches Brötchen, oft eine mit Sesam bestreute Mafalda, gefüllt mit dünnen Streifen von Kalbsmilz und -lunge, die mit dem Messer geschnitten und in kochendem Schmalz frittiert werden. Das Fleisch ist dunkel, glänzend und intensiv aromatisch, mit einer zarten und saftigen Konsistenz, die mit dem warmen Brot kontrastiert. Es kann „schettu“ (pur, mit einem Spritzer Zitrone) oder „maritatu“ serviert werden, verfeinert mit frischer Ricotta oder Spänen von Caciocavallo. Es ist ein Streetfood, das man stehend zwischen den Märkten von Palermo isst, dampfend und frisch zubereitet.
Pani ca meusa ist eines der bekanntesten Symbole der palermitanischen Volksküche. Entstanden zwischen den Ständen der historischen Märkte wie Ballarò, Vucciria und Capo, verkörpert es die authentische Seele der Stadt: direkt, großzügig und tief mit den Straßentraditionen verbunden.
Seine Ursprünge reichen bis ins Mittelalter und zur Präsenz der jüdischen Gemeinschaft in Palermo zurück, die in der Fleischverarbeitung tätig war. Da sie nicht mit Geld bezahlt werden durften, erhielten die Metzger die Innereien – darunter Milz und Lunge –, die sie begannen, in Schmalz zu frittieren und im Brot zu servieren. Nach der Vertreibung der Juden im Jahr 1492 wurde die Tradition von palermitanischen Straßenverkäufern übernommen und entwickelte sich zu einem der Grundpfeiler des Streetfoods der Stadt.
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