
Pasta mit Kartoffeln und Provola ist ein cremiges, umhüllendes erstes Gericht aus Neapel, bei dem kurze Pasta und Kartoffeln zu einer dichten, fast samtigen Konsistenz verschmelzen. Die Farbe ist golden und rustikal, durchzogen vom Rot der Tomaten und dem intensiven Duft der geräucherten Provola. Wenn das Gericht auf den Tisch kommt, zieht sich die Provola in weichen, unwiderstehlichen Fäden. Es ist ein warmes, tröstliches Gericht, perfekt für ein reichhaltiges Mittagessen oder ein Abendessen mit der Familie.
Es ist eines der Symbole der neapolitanischen Hausküche, entstanden aus der Kunst, einfache Zutaten in pure Köstlichkeit zu verwandeln. Es steht für die Tradition der armen Küche, in der Gerichte dank Technik und volkstümlicher Kreativität zu wahrem Geschmacksreichtum werden. Für viele Neapolitaner ist es der Geschmack der Kindheit und der Familientische.
Die Ursprünge liegen in der volkstümlichen Küche Neapels zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert, als Pasta oft mit Gemüse und Knollen gemischt wurde, um Mahlzeiten nahrhafter und günstiger zu machen. Mit der Zeit verbreitete sich die Version „azzeccata“, also cremig und kompakt, die entsteht, wenn Pasta und Kartoffeln zusammen gekocht werden. Die Zugabe von geräucherter Provola, typisch für Kampanien, machte das Gericht noch charakteristischer und noch köstlicher.
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